H24
HOME24 INH
Anteil der Short-Position: 9,99%
MOR
MorphoSys
Anteil der Short-Position: 6,95%
NDX1
Nordex
Anteil der Short-Position: 6,71%
GXI
Gerresheimer
Anteil der Short-Position: 5,51%
FNTN
FREENET
Anteil der Short-Position: 4,64%
S92
SMA Solar Techn.
Anteil der Short-Position: 4,23%
ADJ
ADLER GR. NPV
Anteil der Short-Position: 4,15%
LPK
LPKF Laser & Electr.
Anteil der Short-Position: 4,12%
SAE
SHOP APOTHEKE EUR...
Anteil der Short-Position: 3,99%
FTK
FLATEXDEGIRO
Anteil der Short-Position: 3,44%
LEO
Leoni
Anteil der Short-Position: 3,34%
CLIQ
CLIQ DIGITAL
Anteil der Short-Position: 2,15%
SDF
K+S
Anteil der Short-Position: 1,68%
FRA
Fraport
Anteil der Short-Position: 1,63%
LXS
Lanxess
Anteil der Short-Position: 1,55%
O2D
TELEFONICA DTLD HLDG
Anteil der Short-Position: 1,31%
JEN
JENOPTIK
Anteil der Short-Position: 1,29%
HEI
HeidelbergCement
Anteil der Short-Position: 1,22%
SBS
STRATEC
Anteil der Short-Position: 0,91%
ADS
Adidas
Anteil der Short-Position: 0,71%
VQT
VA-Q-TEC
Anteil der Short-Position: 0,68%
F3C
SFC Energy
Anteil der Short-Position: 0,51%
M0Y
MYNARIC INH
Anteil der Short-Position: 0,49%

Paragon: “Nicht vom Krisengerede anstecken lassen”

Seit mittlerweile 1,5 Jahren hat sich der Aktienkurs von Paragon irgendwie festgefahren. Im Abstand von etwa fünf Monaten versucht die Notiz des Autozulieferers zwar die Marke von 10 Euro signifikant zu überspringen. Bislang scheiterten diese Ausbruchsversuche aber stets. Andererseits hat sich bei rund 8 Euro eine super tragfähige Unterstützung herausgebildet. So gesehen, befindet sich der Small Cap mit Kursen von derzeit knapp 9 Euro im Niemandsland. Wie schwer es Paragon am Kapitalmarkt immer noch hat, zeigte sich Mitte des Jahres, als das Unternehmen eine Mittelstandsanleihe (WKN: A1TNND9) mit dem fast schon üblichen Kupon von 7,25 Prozent emittieren wollte. Statt des avisierten Volumens von bis zu 20 Mio. Euro fanden sich nur Käufer im Volumen von 10 Mio. Euro. Pikant: Laut Halbjahresbericht betragen die Kosten für die Begebung der Schuldverschreibung stattliche 555.000 Euro. Diese werden auf die Laufzeit des Bonds von fünf Jahren verteilt und führen 2013 zu Abschreibungen von 55.000 Euro. Die Zinsaufwendungen für 2013 betragen etwa 0,4 Mio. Euro.

Auf den ersten Blick nicht gerade ermutigend sieht auch das Zahlenwerk der Firma aus Delbrück im Kreis Paderborn aus. Bei einem Erlösrückgang um 5,3 Prozent auf 35,66 Mio. Euro schmolz der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 40,5 Prozent auf 2,94 Mio. Euro. Nach Steuern blieb gar nur ein Überschuss von knapp 1,76 Mio. Euro stehen – ein Minus von fast 52 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert. Dennoch betont Vorstandschef Klaus Dieter Frers: „Wir haben deutlich an Boden gutgemacht und uns nicht von dem Krisengerede mancher Marktbeobachter anstecken lassen. Die Entwicklung des Unternehmens im ersten Halbjahr 2013 bestätigt unsere Prognosen in vollem Umfang.“ So kam Paragon im Auftaktquartal 2013 bei Erlösen von 16,5 Mio. Euro lediglich auf ein EBIT von knapp 0,90 Mio. Euro und einen Überschuss von 0,46 Mio. Euro. Anders ausgedrückt: Fast 70 Prozent des per Ende Juni ausgewiesenen operativen Gewinns hat Paragon im zweiten Quartal erzielt. Hinzu kommt, dass es im ersten Halbjahr 2012 diverse Sondereffekte gab, die eine entsprechend hohe Vergleichsbasis geschaffen haben.

Paragon  Kurs: 6,220 €

 

„Bedingt durch die Werksferien der Hersteller erwarten wir im dritten Quartal des laufenden Jahres plangemäß einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorquartal. Ab dem Ende des dritten Quartals wird der Anlauf verschiedener neuer Produkte unter anderem in den jungen Geschäftsbereichen Karosserie-Kinematik und Elektromobilität zu weiter steigenden Umsätzen führen“, sagt Frers. Für das Gesamtjahr bleibt er daher bei seiner Prognose eines Umsatzwachstums von circa fünf Prozent bei stabiler EBIT-Marge. Demnach müsste der Zulieferer von elektronischen Bauteilen 2013 auf Erlöse von rund 74 Mio. Euro kommen. Die um außerordentliche Investitionen bereinigte operative Rendite lag 2012 bei 13 Prozent. Also sollte Paragon im laufenden Jahr auf ein EBIT von etwa 9,5 Mio. Euro kommen. Abzüglich Zinsergebnis und Steueraufwand rechnet boersengefluester.de derzeit mit einem Ergebnis je Aktie von 1,25 Euro für 2013. Das wäre eine Verbesserung von knapp elf Prozent. Selbst wenn sich dieses Niveau im kommenden Jahr nicht halten ließe, dürfte das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) lediglich im Bereich um neun anzusiedeln sein. Zumindest von dieser Seite ist der Small Cap also günstig bewertet.

Der Börsenwert von 36,8 Mio. Euro entspricht beinahe genau dem halben Jahresumsatz. Das klingt ebenfalls attraktiv, bewegt sich allerdings in einem für Automobilzulieferer üblichen Rahmen. Eher hoch kommt das Kurs-Buchwert-Verhältnis von rund drei daher – auch wenn Paragon das eingesetzte Eigenkapital vergleichsweise attraktiv verzinst. Als Hoffnungsträger für den Aktienkurs könnten sich die neuen Aktivitäten im Bereich Elektromobilität erweisen. In einem gemeinsamen Projekt mit der Vossloh-Tochter Vossloh Kiepe stattet Paragon elektrisch angetriebene Busse (Trolleys) mit Hochleistungsbatterien aus. Geht alles gut, könnten solche Batterien im kommenden Jahr bereits rund 10 Mio. Euro zu den Konzernerlösen beisteuern. Zudem hat der Vorstand im Zwischenbericht angedeutet, dass noch bis Ende des Jahres mit Ergebnissen bei den laufenden Akquisitionsverhandlungen zu rechnen sei.

Summa summarum sieht die Investment-Story von Paragon also knackiger als man auf den ersten Blick vermutet. Gemessen daran hängt der Aktienkurs mittlerweile zu deutlich zurück. Es muss ja nicht gleich das von Dr. Kalliwoda Research ausgegebene Kursziel von 20,48 Euro sein. Selbst eine Annäherung in den Bereich um 11 Euro würde bereits einem Potenzial von mehr als 20 Prozent entsprechen. Und auf diesem Niveau würde plötzlich auch die charttechnische Situation wesentlich konstruktiver aussehen. Zunächst einmal wichtiger ohnehin zu sein, dass die  Unterstützungszone hält. Auf den ersten Blick laden die Halbjahreszahlen schließlich nicht gerade zu Neuengagements ein.

INVESTOR-INFORMATIONEN
©boersengefluester.de
Paragon
WKN Kurs in € Einschätzung Börsenwert in Mio. €
555869 6,220 Verkaufen 28,15
KGV 2023e KGV 10Y-Ø BGFL-Ratio Shiller-KGV
13,82 28,61 0,50 -4,66
KBV KCV KUV EV/EBITDA
109,12 1,50 0,19 6,68
Dividende '20 in € Dividende '21e in € Div.-Rendite '21e
in %
Hauptversammlung
0,00 0,00 0,00 14.06.2022
Q1-Zahlen Q2-Zahlen Q3-Zahlen Bilanz-PK
16.05.2022 22.08.2022 22.11.2022 26.04.2022
Abstand 60Tage-Linie Abstand 200Tage-Linie Performance YtD Performance 52 Wochen
-12,64% -33,50% -13,37% -38,42%
    


Über Gereon Kruse

Gereon Kruse
Gereon Kruse ist Gründer des in Frankfurt ansässigen Finanzportals boersengefluester.de und seit vielen Jahren ein profunder Kenner von Kapitalmarktthemen und Experte für Datenjournalismus. Sein Spezialgebiet sind deutsche Aktien – insbesondere Nebenwerte. Investmentprofis aus dem Small- und Midcap-Bereich stufen die Qualität der Berichterstattung von boersengefluester.de laut der IR.on-Medienstudie 2020/21 mit der Bestnote 1,67 ein. Im Gesamtranking der Onlinemedien liegt die Seite mit Abstand auf Platz 1. Beim finanzblog award der comdirect bank hat boersengefluester.de den Publikumspreis und zusätzlich noch den 3. Platz in der Jurywertung gewonnen. Zuvor war Gereon Kruse 19 Jahre beim Anlegermagazin BÖRSE ONLINE tätig – von 2000 bis Anfang 2013 in der Funktion des stellvertretenden Chefredakteurs.

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